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Bist du Maurer, Koch, Wirtschaftsprüfer? Oder bist du Fritz oder Frieda?

„Was machst du beruflich?“ – uns ist aufgefallen, dass wir uns diese Frage in der Schweiz im Gegensatz zu z.B. Griechenland relativ schnell einmal nach dem obligaten „wie heisst du?“ oder „wie gehts?“ stellen. Was du beruflich machst, scheint einen sehr hohen Stellenwert zu haben.

Es scheint fast so, als BIST du das, was du beruflich machst!
Die Arbeit scheint so wichtig, dass du dich über die Arbeit
definierst!
Ja, dass du zur Arbeit WIRST!

Doch was passiert wenn du kündest, du arbeitslos bist oder du einfach aus freier Entsscheidung eine Zeit lang nicht arbeitest? Ja es scheint offensichtlich: Da bist du plötzlich niemand mehr, denn: was bleibt noch übrig, wenn du deine Arbeit nicht mehr hast? Genau, NICHTS! Denn du bist ja das, was du arbeitest.
Doch sind wir nicht mehr, als bloss unser Beruf? Sind wir bloss Köche, Wirtschaftsprüfer, Maurer usw. oder sind wir vieleicht einfach Fritz oder Frieda? Denn wenn wir alle nur unser Beruf wären, dann wären ja z.B. alle Köche, alle Wirtschaftsprüfer, alle Köche gleich? Aber zum Glück sind wir alle individuelle Personen.
Was macht dich als Person aus?
Nun musst du nur noch herausfinden, was genau dich von den anderen unterscheidet, was genau dich selbst als Person ausmacht. Das gibt dir Gelassenheit, denn egal, ob du noch in deinem Beruf arbeitest und egal, was sonst noch alles passiert: dann bist du immer jemand, nämlich du selbst!
Doch wie kannst du im täglichen Arbeitsleben überhaupt herausfinden, was dich als Person ausmacht? Vieleicht ist es gar nicht schlecht, dass du dir auch mal eine Auszeit ohne Arbeit gönnst, wenn du die Gelegenheit dazu hast. Da kommst du bald einmal dem auf die Spur, was dich selbst als Person ausmacht. Denn: deine Arbeit bist du nicht mehr, denn sie ist nicht mehr da!
Doch dies war zu Beginn unserer Reise gar nicht so einfach und es kam Unruhe auf: „oh, wir müssen doch arbeiten? Wir müssen doch etwas machen? wer sind wir denn jetzt, wo wir unsere Arbeit nicht mehr haben? Jetzt sollten wir doch weitere Berufserfahrung in unserem Bereich sammeln, sonst war das Studium Zeitverschwendung?“ Jedoch kehrt nach einer ersten Phase des Hyperventilierens schnell mehr Ruhe ein. Die Gedanken beginnen sich zu erweitern und wir realisieren immer mehr, dass uns alle Möglichkeiten offen stehen. Uns wird immer mehr bewusst, dass wir nicht unbedingt beruflich auf der Schiene Koch, Ernährungsberater weiterfahren müssen, nur weil wir dies gelernt haben. Trotzdem sehen wir unsere Ausbildungen und getätigte Arbeit auf keinen Fall als Zeitverschwendung: wir haben sehr viel Wichtiges gelernt, das uns viele Schritte weitergebracht hat und wir sind sehr dankbar dafür.
Auf dem Papier sind wir beide Ernährungsberater, doch in Wirklichkeit sind wir zwei verschiedene Personen, mit komplett unterschiedlicher Lebenserfahrung und unterschiedlichen Facetten.
Wenn wir es zulassen, dass wir uns auf all unserer  Facetten einlassen können, statt uns nur auf den erlernten Beruf zu fokussieren, ergeben sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Die Gedanken erweitern, den Fokus öffnen und neugierig in die Welt gehen – So ist vieles, wenn nicht sogar fast alles möglich!!
So wollen wir euch alle dazu anregen euch diese Fragen zu stellen:

"Definiere ich mich aktuell nur über meine Arbeit oder bin ich
vielleicht noch mehr?
"Was macht mich als Person aus, losgelöst von der Arbeit?"

Wir wollen die Arbeit nicht schlecht reden; die Arbeit kann etwas sehr Schönes und Erfüllendes sein, wenn sie den eigenen Werten und Lebensträumen entspricht. Wir möchten euch aber dazu anregen, den Fokus zu öffnen, damit ihr erkennt, dass ihr noch viel mehr als nur euren Beruf seit.
Es ist nie zu spät, sich selbst zu sein und seinem eigenen Weg zu folgen!

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Sarah Kurth & Leander Krontiris
– welt-erfahren –

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