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Lago de Atitlan

Panajachelkomplett anders als erwartet
Am Montag, 30. April 2018 machen wir uns mit einem Shuttle für 75 Quetzales (ca. 10 CHF) auf die ca. 3 Stunden lange Fahrt nach Panajachel. Alle Rucksäcke werden aufs Dach des kleinen Busses gespannt und werden durch die schwarz rauchenden Abgase der Camionettas (alte Schulbusse aus den USA, die hier sehr farbenfroh bemalt sind und den Hauptteil der öffentlichen Busse in Guatemala ausmachen) durchgeräuchert.
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Wir stellen uns Panajachel als ruhigen, kleinen Ort vor, an dem wir eine Weile richtig entspannen können. Doch wir haben uns wohl zu wenig vorinformiert: als wir ankommen, fühlen wir uns wie in einem kleinen Las Vegas. Alles blinkt, überall hören wir laute Musik und fast jedes Restaurant scheint hier Pizzas anzubieten. Die Hauptstrasse ist zudem vollgepackt mit unendlich vielen Ständen, die alle ungefähr die gleichen Textilien anbieten. Auf uns wirkt es so, als sei das meiste in diesem Ort nur für Touristen erichtet worden.

Wir verbringen 3 Nächte im Dreamboat-Hostel, das erst letzten November die Türen öffnete. Herrlich ist hier der Gemeinschaftsraum im 2. Stock: dort befindet sich eine Bar, am Abend wird ein günstiges und gutes Essen zubereitet und man kann sich auf den Liegewiesen entlang der Tische gemütlich einrichten. Zudem bietet das Hostel eine tolle Dachterrasse und bei den Besitzern fühlt man sich sofort wilkommen.
Nach jeder Nacht beginnt uns Panajachel immer mehr zu gefallen und wir entdecken täglich neue gemütliche Cafes. Am zweiten Tag machen wir einen Ausflug mit dem Pick-Up nach Santa Catarina und St. Antonio Palopó. Diese Orte erscheinen uns als grossen Kontrast zu Panajachel: hier sieht man noch kaum Touristen und alle Häuser sind sehr einfach mit Blechdächern gebaut und überall in den Hinterhöfen liegen Holzbündel herum, welche für Feuer zum Kochen verwendet werden.
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San Antonio:

Santa Catarina:

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Am 3. Tag in Panajachel fühlen wir uns fast schon richtig wohl, doch nun reisen wir weiter nach San Marcos de la Laguna.
Blick von Panajachel auf den Lago Atitlan
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San Marcos de la Laguna – die beruhigende Pflanzenoase mit viel Hundegebell in der Nacht
Am 3. Mai fahren wir mit einem kleinen, schaukelnden Boot über die Wellen des Lago Atitlan nach San Marcos de la Laguna. Dieser Ort empfängt uns ganz anders als Panajachel: Er wirkt erfrischend und strahlt eine Ruhe aus. Der untere Dorfteil ist autofrei und es gibt nur schmale, gepflasterte Strässchen, die von vielen Pflanzen und einladenden kleinen Märkten, Restaurants und Cafes gesäumt sind. Dieser Ort scheint eine magische Anziehung zu haben, so dass sich manche Reisende hier für längere Zeit niederlassen oder sich sogar entscheiden, zu bleiben. So erzählt uns eine Frau, dass sie bereits seit 7 Jahre am Reisen war und hier nun endlich ihr zuhause gefunden habe.

Wir übernachten 3 Nächte im „Cercles-Hostel“. Das Hostel ist angegliedert an einem Cafe in einem herrlichen Pflanzengarten, wo wir jeden Morgen unser Frühstück geniesssen. Im Cafe arbeiten total ca. 3-4 Reisende (meist während ca. 1 Monat) in verschiedenen Schichten für gratis Übernachtung und 2 Mahlzeiten, sowie auch lokale Personen. Abends sind die meisten Personen oben auf der Hostelterasse, wo zusammen Gitarre gespielt und gesungen wird.

Auch wir entscheiden uns, noch eine Nacht länger in San Marcos zu bleiben. Wir realisieren auch hier, dass wir an jedem neuen Ort rund 2-3 Tage brauchen, bis wir richtig ankommen und diesen in vollen Zügen erleben können. Diese Zeit scheint es auch zu brauchen, bis wir die Leute im neuen Ort etwas besser kennlernen und uns grob im Ort orientieren können.
So ruhig der Ort auch tagsüber ist: nachts scheinen die vielen frei herumlaufenden Hunde in San Marcos erst richtig aktiv zu werden und bellen um die Wette!!
Nach einem weiteren genussvollen Frühstück im Cercles-Cafe und einer Jam-Session von Pedro und Jacob geht es weiter mit dem Boot nach San Pedro.
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San Pedro La Laguna:
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Leander Krontiris
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